Geriatrie/Altersmedizin

Geriatrie/Altersmedizin

Als Geriatrie wird die Lehre von den Krankheiten eines alt werdenden Menschen bezeichnet. Geriatrische Patienten sind in der Regel älter als 70 Jahre und weisen alltagsrelevante Behinderungen auf, die sich meistens als Folge einer Multimorbidität oder nach Erkrankungen bzw. Unfällen aufgrund der physiologisch eingeschränkten Kompensationsmöglichkeiten des Alters entwickeln und die Lebensqualität beeinträchtigen. Häufig bestehen sogenannte „geriatrische Syndrome“ wie Beweglichkeits- und Gleichgewichtsstörungen, Sturzneigung, Defizite in der Orientierung und des Gedächtnisses, Blasen- und Darminkontinenz, Vereinsamung und besondere Risiken hinsichtlich akut eintretender Neuerkrankungen. Daraus resultieren nicht selten der Verlust von gewohnter Selbständigkeit, sozialer Kompetenz und Unabhängigkeit sowie Eintritt von Pflegebedürftigkeit.

Klinikum Hochrhein Geriatrie/Altersheilkunde

Dr. med. Sven von Rönn

Chefarzt
Dr. med. Sven von Rönn
Facharzt Innere Medizin · Schwerpunkt Geriatrie
Zusatzbezeichnungen: Palliativmedizin · Notfallmedizin

Klinikum Hochrhein GmbH
Geriatrie/Altersmedizin
Kaiserstraße 93-101
79761 Waldshut-Tiengen

Sekretariat
T 07751 85-4128
F 07751 85-9023
geriatrie@klhr.de

Wir kümmern uns um Ihre Gesundheit

Abteilung für Geriatrie/Altersmedizin

Um eine hochwertige geriatrische Behandlung sicherzustellen, gehören zum Team der Abteilung Altersmedizin pflegerische und therapeutische Mitarbeiter, die über entsprechende Ausbildung und Erfahrung bei der Pflege und Therapie geriatrischer Patienten verfügen und über Fort- und Weiterbildungen qualifiziert sind. Um eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Angehörigen, den Hausärzten, den ambulanten Pflegediensten und stationären Pflegeeinrichtungen kümmert sich der Sozialdienst des Klinikums.

Auf die Abteilung für Altersmedizin können Patienten aufgenommen werden, die ein höheres Lebensalter, eine vorrangig geriatrietypische Multimorbidität und eine gleichzeitig bestehende stationäre Behandlungspflicht als Aufnahmekriterien erfüllen.

Die Behandlungsschwerpunkte der Abteilung sind:

  • akutmedizinische Behandlung von multimorbiden Patienten unter Beachtung der sozialen, psychischen und ethischen Faktoren im Sinne einer ganzheitlichen Medizin
  • geriatrisches Assessment zur Erfassung der Alltagskompetenz und der funktionellen Defizite älterer Patienten, um einen individuellen Therapie- und Rehabilitationsplan zu erstellen
  • Frühmobilisation oder bei entsprechender Indikation frührehabilitative geriatrische Komplexbehandlung bei drohender oder bereits eingetretener Beeinträchtigung von Teilhabe, Selbständigkeit und Mobilität
  • Konsiliardienst für geriatrische Patienten mit komplexen Krankheitsbildern wie z.B. nach großen Operationen, Verwirrtheitszuständen
  • Diagnostik und Therapie von typischen Alterskrankheiten wie Sturzsyndrom, Gang- und Schluckstörungen, chronische Schmerzen und Hirnleistungsstörungen, insbesondere Demenz
  • Kompetente Beratung und Unterstützung durch den Sozialdienst im Hause bei sozialen und persönlichen Problemen, wie bspw. die Bewältigung der aktuellen Krankheitsfolgen oder Fragen zu Betreuung, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung.

Die Abteilung arbeitet bei kardiologischen, gastroenterologischen oder chirurgischen Fragestellungen eng mit den übrigen Fachabteilungen des Hauses zusammen.

Ziele der Behandlung

Die altersbedingten Beeinträchtigungen zu lindern, die Zeit der Rekonvaleszenz zu minimieren sowie Mobilität und Alltagskompetenz erkrankter Senioren weitestgehend wieder herzustellen – das sind die wesentlichen Ziele, die sich die Abteilung für Geriatrie/Altersmedizin stellt.

Hauptziel der stationären Behandlung in der Abteilung Altersmedizin ist die Entlassung des Patienten in sein gewohntes, häusliches Umfeld bei größtmöglicher Selbständigkeit in den Alltagsaktivitäten.

Sollte dieses Hauptziel nicht erreichbar sein, organisiert unsere Abteilung in enger Abstimmung mit Patient und Angehörigen die Weiterversorgung durch ambulante Pflegedienste, Unterbringung in der Kurzzeitpflege, in weiterführenden Rehabilitationseinrichtungen, in Pflegeheimen oder Hospizen.

Typische Aufnahmekriterien
  • Multimorbide ältere bis sehr alte Menschen mit häufig internistischer Hauptdiagnose
  • Schwer betroffene Patienten nach akuter Erkrankung mit erheblichen Komplikationen und verzögerter Rekonvaleszenz
  • Frühe rehabilitative Behandlung bei Schlaganfall, nach Amputationen (mit und ohne Prothesenversorgung), nach Sturzverletzungen mit Frakturen (mit- und ohne Osteosynthese oder Endoprothesenversorgung) oder bei degenerativen und entzündlichen Erkrankungen des Bewegungsapparates
  • Neurologische Erkrankungen im fortgeschrittenen Lebensalter mit resultierter Beeinträchtigung der Alltagskompetenz (z. B. Parkinson-Syndrom)
  • Psychogeriatrische Krankheitsbilder (insbesondere demenzielle Prozesse und depressive Syndrome)
AltersTraumaZentrum im Klinikum (ATZ)

Um ein ganzheitliches Behandlungskonzept zu ermöglichen haben sich Unfallchirurgie und Altersmedizin des Klinikums Hochrhein zu einem AltersTraumaZentrum zusammengeschlossen. Deutschlandweit gibt es derzeit etwa 60 Zentren für Alterstraumatologie.


Das Besondere an einem AltersTraumaZentrum (ATZ) ist die Zertifizierung der beiden Abteilungen: der Altersmedizin und des Zentrums für Orthopädie, Wirbelsäulen- und Unfallchirurgie. Regelmäßig führen die behandelnden Ärzte der beiden Abteilungen gemeinsame Visiten durch, um den Besonderheiten des alten Patienten gerecht zu werden.

 Das Ziel des AltersTraumaZentrums ist eine optimale Genesung dank interdisziplinärer Behandlung.

 

Unser Leistungsspektrum

  • Akutversorgung von Verletzungen des alten Menschen, unter Berücksichtigung ihrer besonderen Gebrechlichkeit.
  • Schonender Umgang mit dem alten Patienten zur Vermeidung von Delir, Dekubitus und kardiopulmonalen Komplikationen.
  • Versorgung mit operativen Verfahren, die eine frühzeitige Mobilisation ermöglichen.
  • Beginn mit geriatrischer Rehabilitation unmittelbar nach der Operation.
  • Physiotherapie, Ergotherapie und Logotherapie je nach Bedarf zur Wiederherstellung von Alltagskompetenzen und Mobilisation.
Geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung

Unter frührehabilitativen Gesichtspunkten werden schwer betroffene Patienten nach einem Akutereignis (z. B. Schlaganfall) oder nach einem Knochenbruch (z.B. hüftgelenksnahe Fraktur des Oberschenkels), aber auch Patienten, die im Rahmen einer anderen Akuterkrankung eine längere Bettlägerigkeit erfahren haben, behandelt.

Bei entsprechender Notfallversorgung, zumeist auf einer chirurgisch-orthopädischen oder internistischen Station, gelangen die Patienten in die Abteilung für Altersmedizin. Nach einer gewissen Stabilisierung der Grundfunktionen und eingeleiteter Behandlung der Akuterkrankung erfolgt die Weiterbehandlung in unserer Fachabteilung.

Patienten, die für eine geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung in Frage kommen, haben bereits einen Rehabilitationsbedarf, sind aber (noch) nicht vollends rehabilitationsfähig. Der Bedarf an akutstationärer Krankenhausbehandlung ist während der Frührehabilitationsphase aus folgenden Gründen gegeben:

  • die akute Erkrankung, die Komorbiditäten oder aufgetretene Komplikationen erfordern weiterhin eine stationäre Krankenhausbehandlung
  • der gesamte Gesundheitszustand des geriatrischen Patienten ist anhaltend instabil
  • es besteht eine eingeschränkte Belastbarkeit.

Aus diesem Anspruch ergibt sich die Notwendigkeit einer spezifischen Betreuungs- und Organisationsform, welche in einer ganzheitlichen Therapiekonzeption, die neben medizinischen und frührehabilitativen auch gerontopsychologische und soziale Aspekte berücksichtigt.

Geriatrisches Team

Grundvoraussetzung für eine an das Alter und den Zustand geriatrischer Patienten angepasste Diagnostik und Therapie ist ein multiprofessionelles Team mit Akzeptanz der Grundsätze für ein geriatrisches Arbeiten und Verständnis für die Besonderheiten des älteren Menschen. Unser geriatrisches Team steht nicht nur den Patienten, sondern auch den Angehörigen für Beratung, Schulung, Anleitung und Unterstützung gerne zur Verfügung.

Das geriatrische Team besteht aus:

Ärztlicher Dienst

Für die medizinische Diagnostik und Therapie sind die Ärzte verantwortlich. Die Behandlung der geriatrischen Patienten umfasst akute und chronische Erkrankungen mit präventiver Zielsetzung, frührehabilitative Fragestellungen, aber auch spezielle Fragestellungen am Lebensende, bzw. die Einleitung palliativer Therapie. Die Erfassung des spezifischen, geriatrischen Behandlungsbedarfs ist eine Grundlage der anschließenden Behandlungskette. Der gesamte medizinische Behandlungsprozess ist interdisziplinär und multiprofessionell ausgelegt.

Pflege

Das Pflegekonzept orientiert sich an den Bedürfnissen der geriatrischen Patienten. Im Mittelpunkt steht die aktivierend-therapeutische Pflege.

Zusätzliche Schwerpunkte sind:

  • das Bobath-Konzept
  • die Versorgung chronischer Wunden und Stomata
  • Umgang mit dementen Patienten
  • Ernährung und Diabetes.

Physiotherapie

Die Behandlung durch die Physiotherapeuten dient in erster Linie der Verbesserung der Mobilität, der Anbahnung physiologischer Bewegungsmuster und der Verbesserung der Gangsicherheit. Sie beinhaltet schmerzlindernde Maßnahmen und Hilfsmittelberatung bzw. Hilfsmitteltraining.

Ergotherapie

Die Ergotherapeuten trainieren praktische und motorische Alltagsfähigkeiten. Dies betrifft vor allem die oberen Extremitäten. Geübt wird der Umgang mit Hilfsmitteln, wie bspw. Rollatoren, Anziehhilfen oder Essbesteck im Alltag.

Logopädie

Die Logopäden diagnostizieren und behandeln Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen, die häufig im Rahmen von Schlaganfällen oder chronisch neurologischen Erkrankungen (Morbus Parkinson, Demenz) entstanden sind.

Psychologie

Die klinische Psychologie wendet im Rahmen der neuropsychologischen Diagnostik standardisierte Verfahren im Bereich Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Raumwahrnehmung, Problemlösung u.a. an. Therapieziel ist die Hilfestellung bei der Auseinandersetzung bzw. Bewältigung der Krankheit.

Sozialdienst

Der Sozialdienst klärt die Fragestellungen für die Zeit nach dem Aufenthalt im Klinikum. Dazu gehört die Patienten- und Angehörigenberatung bspw. zu Fragen über Sozialleistungen, Heimversorgung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsrecht, Patientenverfügungen, Kostenregelungen, ambulante Hilfen.

Seelsorge

Die Seelsorge bietet Patienten, Angehörigen und Mitarbeitern in allen Lebenslagen seelischen Beistand an.

Beratung und Unterstützung
  • Tägliche Besuchsmöglichkeiten
  • Gewährung von ärztlichen Rücksprachen
  • Anleitung und Schulung in pflegerischen sowie rehabilitativ therapeutische Maßnahmen
  • Beratung über weitere stationäre oder ambulante Behandlungs- und Betreuungsmöglichkeiten
  • Unterstützung bei Erstellung von Vollmachten und Beantragung von Einstufungen

Team

Chefarzt
Dr. med. Sven von Rönn

Facharzt für Innere Medizin + Geriatrie
Zusatzbezeichungen: Palliativmedizin · Notfallmedizin

 

Oberarzt
Dr. med. Knut Weller

Facharzt für Unfallchirurgie + Geriatrie

Sozialdienst Geriatrie
Annette Burkart
Leitender Stationspfleger
Uwe Sütterlin
Leitende Physiotherapeutin
Regine Kaiser
Leitende Logopädin
Sarah Lewko
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Liebe Patienten und Besucher,

zum Schutz unserer Patienten und Mitarbeiter verschärfen wir ab dem 22. Dezember 2021 erneut und bis auf Weiteres unsere Besuchsregeln. Pro Tag und pro Patient ist künftig nur noch ein Besucher gestattet, der darüber hinaus die nachfolgenden Kriterien erfüllen muss. Bitte stimmen Sie sich innerhalb von Familien und Freunden entsprechend ab, da wir keinerlei Ausnahmen gestatten können, sodass Zweit- und weitere Besuche entsprechend abgewiesen werden. Wir sind uns bewusst darüber, dass diese Verschärfung so kurz vor den Feiertagen eine weitere Belastung in einer ohnehin schwierigen Zeit darstellt. Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass diese Regelung unseren Kompromiss zu einem generellen Besuchsverbot, wie es derzeit in den meisten Kliniken angewandt wird, darstellt.
 
Besuchskriterien
  • Fortan dürfen ausschließlich genesene (nachweisliche Infektion mittels PCR-Test, die mindestens 14 Tage und maximal drei Monate zurückliegt) oder vollständig geimpfte Personen (Erst- und Zweitimpfung, die mindestens 14 Tage und maximal drei Monate zurückliegt) das Klinikum betreten. Diese Personen müssen jedoch zusätzlich einen Testnachweis eines negativen Antigentests (nicht älter als 24 Stunden) oder eines negativen PCR-Tests (nicht älter als 48 Stunden) einer zertifizierten Teststelle oder des Arbeitgebers vorzeigen (2 G+). Geboosterte Personen sind von dieser Regelung nicht ausgenommen. Nicht immunisierte Besucher erhalten keinen Zutritt in das Klinikum.

  • Erkrankte Kinder, sowie Personen mit einem erhöhten Betreuungsaufwand, dürfen im Falle einer Notfallbehandlung immer von einer erwachsenen Person, unabhängig von der „2G+-Regelung“, begleitet werden. Begleitpersonen, die auch Stationen betreten wollen, müssen, sofern sie nicht geimpft sind, vor Ort einen Schnelltest machen.
  • Der Besucher muss vor Einlass neben der Vorlage des Personalausweises, Impfausweises und des negativen Tests eine ausgefüllte Selbstauskunft (diese kann auch vorab auf www.klinikum-hochrhein.de runtergeladen werden) abgeben.
  • Kinder und Jugendliche (bis 18 Jahre) benötigen einen negativen Nachweis eines Antigentests (<24 Stunden) oder PCR-Tests (<48 Stunden) oder Schülerausweis/Schulbescheinigung oder Kita-Bescheinigung.
  • Die Begleitung zur Geburt fällt unter die „3G (+) - Regelung“, allerdings kann die Begleitperson zur Geburt im Klinikum getestet werden. Für Besuche auf der Wochenbettstation gilt „2G+-Regelung“ und sind Montag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr möglich, eine Verweildauerbegrenzung besteht nicht. Ausgenommen sind an dieser Stelle Väter oder anderweitige Personen, die die Geburt begleitet haben, diese fallen auch am Wochenbett unter die "3G(+)-Regelung" – müssen jedoch einen negativen Testnachweis eines Antigentests (nicht älter als 24 Stunden) oder eines negativen PCR-Tests (nicht älter als 48 Stunden) einer zertifizierten Teststelle oder des Arbeitgebers vorzeigen.
  • Die Besuchsregelung von Intensivpatienten erfolgt nach individueller Absprache. In den Covid-Bereichen des Klinikums herrscht ein absolutes Besuchsverbot.
  • Die Angehörigen von sterbenden Patienten erhalten auch weiterhin eine Ausnahme von den aktuellen Regelungen und werden vom Klinikum entsprechend informiert.
  • Die Besuchszeiten sind Montag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr. Die Besuchsdauer von maximal einer Stunde (ausgenommen Wochenbettstation) ist hierbei einzuhalten.
Ambulante Patienten
  • Ambulante Patienten, welche zu den Terminsprechstunden in die Räume des Klinikums kommen, müssen einen Testnachweis einer offiziellen Teststelle mit negativem Ergebnis mitbringen.
Bitte beachten Sie, diese Regelungen gelten ausschließlich für Besucher und ambulante Patienten! Stationäre Patienten und Notfallpatienten sind von diesen Regelungen ausgenommen.
 
BITTE BEACHTEN SIE
  • Im gesamten Klinikum herrscht ununterbrochene FFP2-Maskenpflicht.

Wer diese Regelung missachtet, wird ohne Ermahnung des Hauses verwiesen und von weiteren Besuchen der Patienten ausgeschlossen. Bitte respektieren Sie diese Regel, nur so kann ein generelles Besuchsverbot verhindert werden.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an besuche@klhr.de